Musik-Tipps
![Rock Against Bush Vol.1 [DOPPEL-CD] - diverse Interpreten](rockgbush.jpg) |
Rock Against Bush Vol.1
[Doppel-CD]
- diverse Interpreten
Bei "Rock against Bush" handelt es sich um einen Sampler
aus dem Hause Fatwreck Chords (Heim von Lagwagon, NOFX etc.) und dieser
bietet 26 klasse Songs von Punkrock über Hardcore bis Reggae...
R.a.B. wird auf jeden Fall seinen Weg machen, da zum
ersten populäre Bands wie SUM 41 und Ministry vertreten sind und zum
zweiten, der Sampler ein richtig wichtiges Thema hat, nämlich die
Auseinandersetzung mit der USA-Regierung unter Bush und ähnlich wie
viele thematischen Sampler aus der Vergangenheit, wird auch dieser höchstwahrscheinlich
zu einer kleinen Legende in der Szene werden, da die Bands all das repräsentieren,
was man an Punkrock derzeit überall zu hören bekommt.
Mehr als die Hälfte der Songs sind unveröffentlicht
und deshalb ist der Preis von 9.90 Euro mehr als gerechtfertigt, wo doch
noch eine Bonus-DVD beiliegt, auf der sich Musikvideos und interessante
Kurzfilme befinden...
Alles in Allem eine wunderbare Zusammenstellung mit
höchst-politischem Inhalt, welcher wahrscheinlich wieder einigen konservativen
Personen auf dieser Welt schlecht aufstoßen wird...
- AMAZON
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![50 Jahre Rock - Thomas Gottschalk präsentiert ... [DOPPEL-CD] - diverse Interpreten](50jarock.jpg) |
50 Jahre Rock - Thomas Gottschalk präsentiert...
[Doppel-CD] - diverse Interpreten
Viele klassische Rockstücke sind dabei, die einfach
grooven und ins Blut gehen. Ich vermisse aber bekannte Namen wie die Beatles,
den Stones oder Queen zum Beispiel.
Dies liegt wohl aber nicht an der mangelnden Kenntnis
über den "echten" Rock seitens von Thomas Gottschalk, nein, es liegt
viel mehr daran, das die ZDF Prodkutionsfirma nicht die Rechte erhalten
hat, viele Songs auf CD zu brennen.
Schade eigentlich, aber da kann das ZDF oder Gottschalk
ja nichts dafür, wenn die Rechteinhaber sich weigern...
Die Musik macht Spass und die CD ist ihr Geld wert.
Auch wenn es schmerzt, das einige bekannte Interpreten fehlen.
- AMAZON
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Anastacia (2004) - Anastacia
Nach ihrer mit Erfolg
überstandenen Erkrankung meldet sich Anastacia auf ihrem gleichnamigen
neuen Album vitaler und vielseitiger den je zurück. Die Sängerin
und Songwriterin spielte mit Unterstützung von Glen Ballard (Alanis
Morrissette), Dallas Austin (Pink, Madonna, TLC) und Dave Stewart das abwechslungsreichste
Album ihrer Karriere ein.
Die Mixtur aus Rock-,
Pop- und Soul-Elementen hat sie beibehalten, doch die zwölf Tracks
klingen so energetisch und lebendig wie nie zuvor. Vergleicht man Anastacia
mit dem Vorgängeralbum Freak Of Nature, dann fällt auf, welche
eindrucksvollen Fortschritte die Künstlerin gemacht hat. Songs wie
der kräftig rockende Opener "Seasons Change" oder das nicht weniger
zielstrebig voranschreitende "Left Outside Alone" überzeugen neben
eingängigen Melodien vor allem durch die exzellente Gesangsperformance
von Anastacia. Doch auch die Liebhaber von geschmackvoll inszenierten Balladen
kommen bei Stücken wie dem mit opulentem Streichersound veredelten
"Heavy On My Heart" voll auf ihre Kosten.
Anastacia erweist sich,
egal ob bei rockigen Hymnen oder eleganten Midtempo-Nummern, als wahre
Meisterin der Emotionen. Mit ihrer Stimme ist sie mühelos in der Lage
auf überzeugende Weise jeden Gemütszustand passend zu illustrieren.
Dass sie sich in der zurückliegenden Zeit viele Gedanken über
sich und die Welt gemacht hat, wird bei Songs wie "Where Do I Belong" und
"Welcome To My Truth" deutlich, die noch einmal eindringliche den Reifeprozess
der Künstlerin aufzeigen, der auch mit Anastacia noch nicht abgeschlossen
ist.
- Norbert
Schiegl / AMAZON
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Funky Abba - Nils Landgren
Funk Unit
Dass sich der schwedische Posaunist Nils Landgren früher
oder später ans ABBA-Erbe machen würde, überrascht kaum.
Trotz einer ganz anderen Musiksprache hat es Mr. Redhorn mittlerweile selbst
zu internationalem Ruhm gebracht und lässt mit seiner Funk Unit jeden
Konzertsaal mit Leichtigkeit erbeben. Vor vielen Jahren übrigens wurde
Landgren selbst einmal von Benny Andersson ins Studio gebeten, um den ABBA-Song
"Voulez-Vous" mit seiner Posaune anzureichern. Landgren legt für seinen
Tribut an das legendäre Pop-Quartett allerdings eine andere Zeitrechnung
vor: Funky ABBA erscheint genau zum 30-jährigen Jubiläum von
ABBAs Sieg beim Grand Prix d'Eurovision, womit sie den internationalen
Durchbruch schafften.
Auf seinem Album präsentiert Landgren nicht nur
einige der größten Hits, sondern hat sie auch noch im Polar
Studio A eingespielt, in dem einst alle ABBA-Songs entstanden waren. Und
sogar Benny Andersson gibt sich auf dem Bonustrack am Flügel die Ehre.
Das ist übrigens das einzige Lied, das nicht funky geraten ist. Ansonsten
hält der programmatische Titel, was er verspricht. Funky ABBA ist
ein liebenswürdiger Geniestreich, der die ABBA-Hits durch den Groove
der Funk Unit passiert, ihnen ein paar Jazzharmonien sowie etwas Retro-Feeling
beigibt und sie erfrischend durch Rap-Einlagen aktualisiert.
Den coolen Sprechgesang übernimmt Magnum Coltrane
Price. Aber auch Landgrens gebrochene Stimme ist mit dabei. Die weiblichen
Vokalparts übernehmen Sharon Dyall und Viktoria Tolstoy. Trompeter
Till Brönner liefert als Gast ein hübsches jazziges Bläserarrangement
in "Knowing Me, Knowing You". Dabei ist keiner der Songs wirklich gecovert,
sondern jedes Stück dient vielmehr als Rohmaterial für spritzige
Neuerfindungen. Das Ergebnis ist ein Groove, der beileibe nicht nur ABBA-Fans
in die Beine gehen dürfte.
- Roman
Rhode / AMAZON
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Greatest Hits - Guns
N' Roses
Wenn der Zahn der Zeit tatsächlich der beste Härtetest
ist, dann ist diese Platte Greatest Hits der Guns N' Roses der beste Beweis
dafür, dass es sich tatsächlich um eine der besten Rock'n'Roll-Bands
der Welt handelt. Ihre Altersgenossen erscheinen bei einem Rückblick
so sanft wie Schoßhündchen. Die Bad Boys aus L.A. hingegen rocken
drauf los wie die Götter. Man braucht sich nur einmal die ersten sonnendurchfluteten
Akkorde von "Paradise City" und den darauf folgenden Rausch im Stadionformat
anzuhören: Dann kommt es einem völlig normal vor, Lederhosen
und ein buntes Halstuch zu tragen.
Natürlich war es für sie enorm hilfreich,
dass Sex, Drogen und Rock'n'Roll zu ihrem Lebensstil gehörten und
nicht nur modische Zutaten waren. Wenn Axl Rose in "Welcome To The Jungle"
wie ein Besessener losjault "I wanna watch you bleed", dann fällt
es gar nicht schwer zu glauben, dass er es absolut ernst meint. Aber sein
ebenso erstaunlich poetisches Naturell brachte auch bewegende Love-Songs
hervor wie "Patience" und "Sweet Child Of Mine".
Keines ihrer darauf folgenden Alben kam an die drogenbesessene
Stimmung von Appetite For Destruction heran. Aber sie hatten -- wie Greatest
Hits in Erinnerung bringt -- immer noch ihre glanzvollen Augenblicke. Aus
dem pompösen Use Your Illusion I & II kamen ultimative Rockballaden
wie "Don't Cry" und "November Rain" und die urwüchsige Wut von "You
Could Be Mine". Die Covers von The Spaghetti Incident kann man zwar so
ziemlich alle vergessen, aber dass sie sich zum Schluss frech durch "Sympathy
For The Devil" der Rolling Stones hindurchschlängeln, scheint wiederum
absolut passend.
- Dan
Gennoe / AMAZON
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Baptism - Lenny Kravitz
"Baptism" ist das nunmehr
7. Studioalbum des Ausnahmekünstlers und Multitalents, der mit über
2,5 Mio Tonträgern allein in Deutschland einer der erfolgreichsten
Künstler der 90er Jahre und des beginnenden Jahrtausends ist. Mit
einer ausverkauften Tournee im Jahr 2002 (+ Headliner bei Rock am Ring
/ Rock im Park) und Auftritten bei ´Wetten dass..??´ und dem
Echo 2002 untermauerte er mit seinem letzten Album ´Lenny´
den Superstar-Status, den er in Deutschland besitzt und hatte dabei mit
´Stillness Of Heart´ und ´Believe In Me´ zwei Hitsingles,
die das Album über ein Jahr in den deutschen Albumcharts hielten und
die Verkäufe auf über 300.000 Einheiten schnellen ließ.
Auf "Baptism" sind 13 neue Tracks vertreten, darunter das zusammen mit
Jay-Z aufgenommene ´Storm´, auf dem Lenny erstmalig mit einem
Rapper auf seinem eigenen Album zusammengearbeitet hat. Alle weiteren Songs
wurden, mit Ausnahme der Bläser, von LENNY eingespielt und produziert.
- (EMI)
/ AMAZON
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![So Called Chaos [Enhanced] - Alanis Morissette](socalledchaos.jpg) |
So Called Chaos [Enhanced]
- Alanis Morissette
Nach 2 Jahren kreativer
Pause, einer großen Welttournee hat es die Alanis doch tatsächlich
geschafft, ein Meisterwerk zu kreieren! Man erinnere sich bloss mal an
ihr Debut "Jagged Little Pill" ein Meilenstein war das! "So-Called Chaos"
hat auf jeden Fall das gleiche Potential.
Schon die erste Single-Auskopplung
"Everything" zeigt, dass sich Alanis mit jedem Album weiterentwickelt hat...und
wenn einige nach ihrem umstrittenen letzten Ablum "Under Rug Swept" enttäuscht
waren, mit ihrem neuen Silberling macht sie es allemal gut!
Auf "So-Called Chaos"
ist nahezu alles vertreten:
Rockige, kraftvolle Nummern
wie das geniale "Eight Easy Steps" oder der Titeltrack "So-Called Chaos"...
Eine Ballade ist auch
dabei ("This Grudge") und eingängige Nummern wie "Everything" und
"Doth I Protest Too Much"...
Interessant und etwas
indisch angehaucht ist der Track "Knees Of My Bees", den sie für ihren
Freund Ryan geschrieben hat...
Alles in allem ein tolles
Comeback von Lani, wie man es sich erhofft hat. Schade nur, dass ihre Mundharmonika
nicht zum Einsatz kommt.
Man merkt auf "So-Called
Chaos" deutlich, dass Alanis ausgeglichen und glücklich ist...und
der Hörer wird es sicherlich auch sein!
- AMAZON
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Me and Mr. Johnson (Jewelcase)
- Eric Clapton
Was Eric Clapton mit seinen
teilweise Prominenten Begleitmusiker (Billy Preston, Andy Fairweather Low)
da zu CD gebracht hat sucht seines gleichen.
Robert Johnson der, Gerüchten
zufolge, vergiftet wurde, war ein Bluesmusiker der Klassiker geschrieben
hat wie z.B. "Swett home Chicago". Clapton interpretiert dieser in seiner
Art, die ziemlich nah am Original orientiert sind.
Mann könnte sich
allerdings Wünschen, daß er mehr zur Akustik-Gitarre gegriffen
hätte und nicht alles elektrisch gespielt hätte. Trotzdem wird
jeder Freund der Bluesmusik mit dieser CD zufrieden sein.
- AMAZON
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The Girl in the Other
Room - Diana Krall
Diana Krall hat seit ihrem
letzten, mit Platin und Grammys verwöhnten Album The Look Of Love
einiges erlebt: Schönes, wie die Heirat mit dem britischen Song-Genie
Elvis Costello, und Tragisches, wie den Tod ihrer Mutter. Die Kerben in
ihrer bislang so glamourös wirkende Biografie blieben natürlich
nicht ohne Wirkung -- auch musikalisch. Dennoch gehört auch eine Portion
Mut dazu, wie sie sich mit ihrem neuen Album The Girl In The Other Room
präsentiert.
Sie setzt auf Risiko
-- und kann dabei höchstens an Profil gewinnen. Denn unter kommerziellen
Gesichtspunkten betreibt die Kanadierin mit Wohnsitz New York ein verwegenes
Vabanque-Spiel. Schließlich hätte sie bequem weiter auf ihre
Erfolgsformel setzen können: gefälligen Jazz-Standards und Burt
Bacharach ein Prise Sex einzuhauchen. Doch was macht Diana Krall? Sie zeigt
ihr ungeschminktes Gesicht und offenbart dabei einen Blick in ihre Seele.
Von einer Hand voll hochkarätiger
Musiker begleitet (darunter Drummer Peter Erskine und Bassist Christian
McBride), interpretiert sie einerseits mit gewohnt cooler Verve aber neuer
Intensität ein halbes Dutzend, für sie recht ungewöhnliche
Songs. Zum Beispiel den Opener "Stop This World", ein träger Shuffle
von Blues-Veteran Mose Allison; oder "Temptation", ein Schmuckstück
aus der Kollektion von Tom Waits; oder die Verneigung vor ihrer Landsmännin
Joni Mitchell -- "Black Crow". Schwerfällig wie der Mississippi im
Hochsommer schiebt das in der Interpretation von Bonnie Raitt bekannt gewordene
"Love Me Like A Man" daher, ein weiterer pechschwarzer Blues.
Die andere Hälfte
der CD sind Eigengewächse aus dem Hause Krall/Costello. Wer bei diesen
Genen auf wahre Song-Wunderkinder hofft, liegt nicht so ganz falsch. Titel
wie der ungeheuer dynamisch swingende Titelsong, der Big-City-Blues "I've
Changed My Address" oder das bei aller Melancholie irgendwie hoffnungsfrohe
"Departure Bay" sind prächtige Beispiele für höchste Songschreiber-Kunst.
Vier-, Fünf-Minuten-Werke, die einfach alles haben: Geist, Sex, Hirn,
Herz, Gefühl -- und die ihren Stammbaum nicht verleugnen können.
So lassen sich die rauchige Stimme, das flinke Händchen am Klavier
natürlich klar Diana Krall zuschreiben, die hintergründige, metaphernreiche
Wortgewalt und die raffinierten Melodiebögen und -wendungen sind dagegen
ganz Elvis Costello.
Fazit: Das schöne
Gesicht des Jazz hat seine ersten Falten bekommen -- und ist dabei nur
noch attraktiver geworden. Ein Meisterwerk!
- Gunther
Matejka / AMAZON
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Trampin' - Patti Smith
Mit „Trampin’“ veröffentlicht
Patti Smith das neunte Album ihrer fast dreißigjährigen Karriere,
die 1975 mit der legendären LP „Horses“ begann.
Patti Smiths Band hatte
sich 1996 zusammengefunden und besteht heute aus Gitarrist Lenny Kaye,
Drummer Jay Dee Daugherty (beide hatten bereits auf „Horses“ mitgewirkt),
Bassist/Keyboarder Tony Shanahan und Gitarrist Oliver Ray. „Trampin“ ist
das mittlerweile vierte Album in dieser Konstellation. Die Aufnahmen fanden
im „Loho Studio“ in New York statt. Ihr Debüt auf „Trampin’“ feiert
Pattis Tochter Jesse, die die Klavierbegleitung des Titelstücks beisteuerte.
Abgemischt wurde „Trampin’“ von Patrick McCarthy, der u.a. bereits für
U2, R.E.M., Madonna, die Counting Crows und Shakira tätig war.
- (Sony
Music International) / AMAZON
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![Musicology [Enhanced] - Prince](musicologyprince.jpg) |
Musicology [Enhanced]
- Prince
Die Formkurve von Prince Rogers Nelson zeigt in den
letzten Jahren kontinuierlich nach oben. Auch wenn die letzten beiden Alben,
The Rainbow Children (2001) und N.E.W.S. (2003), von ihrer musikalischen
Ausrichtung doch sehr verschieden waren, zeigten sie doch eins mehr als
deutlich: Prince hat sich nachhaltig aus dem kreativen Tief der 1990er-Jahre
befreit.
Auf Musicology präsentiert sich der Musiker zusammen
mit seiner Band The New Power Generation in bestechender Form. Im Vergleich
zu seinem letzten Album, das aus vier jeweils 14 Minuten langen Instrumentalstücken
bestand, kehrt Prince diesmal zu einem klassischen Song-Format zurück.
Mit Stücken wie "Life 'O' The Party" oder "Call My Name" knüpft
er nahtlos dort an, wo er 1988 mit Lovesexy aufgehört hat. Eine rein
nostalgische Veranstaltung ist Musicology deshalb noch lange nicht, denn
Prince verfügt über ein beachtliches Gespür dafür,
trotz des hohen Wiedererkennungswertes der meisten Songs, sich nicht permanent
zu wiederholen.
Ihm gelingt es in Songs wie "Illusion, Coma, Pimp &
Circumstance" oder "Cinnamon Girl" mühelos, seine Mitstreiter zu Höchstleistungen
zu animieren. Wie immer deckt er dabei ein breites Stilspektrum ab, zwischen
Pop, Rock, Soul, R'n'B, Funk, Blues und Jazz. Ein musikalischer Gemischtwarenladen
ist Musicology deshalb auch nicht. Noch immer kann ihm so gut wie niemand
das Wasser zu reichen, wenn er bei dem mit einem unwiderstehlichen Funk-Groove
ausgestatteten Titelsong oder dem mit ein paar wundervollen Harmonien angereicherten
"If Eye Was The Man In Ur Life" so richtig in Fahrt kommt.
- Norbert
Schiegl / AMAZON
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Patience - George Michael
Georgios Kyriacos Panayiotou alias George Michael hat
es acht Jahre nach Older nun doch noch geschafft, endlich wieder ein vollwertiges
Studioalbum abzuliefern. Ob es wirklich sein letztes sein wird, wie der
Künstler bekannt gegeben hat, bleibt abzuwarten. Sollte die Entscheidung
wirklich Bestand haben, dann ist George Michael mit Patience ein würdiger
Abschied gelungen, vor allem auch deshalb, weil er sich wieder ganz auf
seine Stärken als Songwriter besinnt und auf jeden überflüssigen
Ballast verzichtet.
Stücke wie "Amazing", die erste Single, die er
zusammen mit Johnny Douglas (Koproduzent von Older) geschrieben hat, oder
das im Downtempo-Bereich angesiedelte "John And Elvis Are Dead" überzeugen
neben ihrem aufgeräumten Klangdesign, da ist einfach kein Platz für
überflüssige Verzierungen, vor allem durch die starke Gesangsperformance
von George Michael, der auch für die Produktion und die Arrangements
des Albums alleine verantwortlich zeichnet.
Einen Ausfall sucht man auf dem Longplayer vergeblich.
George Michael liefert mit Songs wie dem lässig groovenden "Cars And
Trains" und dem mit einer betörenden Melodie veredelten "Round Here"
genug schlagkräftige Argumente, warum man das Ende seiner Karriere
ausgiebig bedauern sollte. Es gibt in der heutigen Musikszene einfach zu
wenig Songwriter, die Stücke in der Qualität von "My Mother Had
A Brother" oder "Flawless (Go To The City)" abliefern.
-
Norbert
Schiegl / Amazon
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Herz - Rosenstolz
Hand aufs Herz. Das Berliner
Duo Rosenstolz hat immer schon aufs Herz gezielt, neuerdings mit der gleichnamigen
CD Herz. Die Suche nach der Liebe, über die man stolpert, an der man
scheitert, wegen der man hofft, haben Sängerin AnNa, Peter Plate und
Koautor Ulf Sommer in einem Zwölf-Song-Reigen thematisiert, und auch
nicht die hässlichen Seiten wie Neid und Eifersucht ausgelassen.
"Das gelbe Monster" ist
ein schmutziger Casio-Dance mit Nina-Hagen-Anleihen. Rebellisch ist auch
die Attitüde beim Auftakt mit "Willkommen". Doch schon danach heißt
es "Liebe ist alles", falls man sich nicht "Ausgesperrt" entfremdet. Das
hat eine lockere, komisch-ironische Note. Das Duett "Eine Frage des Lichts"
spielt schnell, poppig, frech und bewusst albern mit den verborgenen Varianten
von Sex alias Liebe. Da bricht das alte Kabarettgefühl der frühen
Rosenstolz durch. Manchmal singt sich AnNa neuerdings die Seele aus dem
Leib, wenn es um "Ich will mich verlieben" oder um "Ich komm an dir nicht
weiter" geht.
Besonders poetisch, besonders
schön, mit getragenen Cello- und Pianotönen ist nicht nur die
Zeile "Gib mir mehr Himmel", sondern auch ihr melancholischer, ganz und
gar unprätentiöser Gesang. Wenn das Herz brennt, Rosenstolz singt
es passend für das nächste Rendezvous, wenn man es nicht selber
aussprechen möchte.
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Ingeborg
Schober / Amazon
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My Colouring Book - Agnetha
Fältskog
Agnetha Fältskog
ist zurück. 17 Jahre nach ihrem letzten Solo-Album und 20 Jahre nach
der Auflösung von Abba präsentiert die immer noch faszinierende
Schwedin ihr brandneues Album My Colouring Book. "Die musikalischen Eindrücke
meiner Jugend haben ihre Wurzeln tief in meine Seele gegraben," so Agnetha,
die bereits vor vier Jahren begann, das Material für My Colouring
Book zusammenzustellen. "Meine stärksten Gefühle sind mit den
Songs verbunden, die ich in meiner Jugend gehört habe." Und so beschloss
sie, mit My Colouring Book nicht den Versuch zu starten, unbedingt "das
neue Ding" abzuliefern, sondern stöberte tief in ihren eigenen Erinnerungen,
hörte zahllose alte Platten, las Bücher und recherchierte Chartmeldungen
der Sixties. Liebevoll stellte sie ein Tracklisting zusammen, das ihre
persönliche Entwicklung beschreibt und zugleich einige Sternstunden
der Popmusik wieder aufleben lässt. My Colouring Book wurde im legendären
Stockholmer Atlantis-Studio aufgenommen -- dort, wo vor dreißig Jahren
auch die ersten Abba-Songs entstanden.
-
Amazon
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Nanga Parbat - Reinhard
Mey
Der Titel einer Ballade,
die Reinhold Messners Kampf um den schwersten Gipfel der Welt, den Nanga
Parbat (in der Übersetzung ´Der Nackte Berg´), schildert,
wird dem 23. Studioalbum den Namen geben. REINHARD MEY hat seine Ballade
mit dem Einverständnis des legendären Bergsteigers geschrieben
und sie ihm und dem Andenken seines Bruders gewidmet. Liebe, Freundschaft,
Kameradschaft, Mut, Aufopferung, Triumph und Scheitern, Trost und Menschlichkeit
sind die Elemente dieser musikalischen Erzählung, die sich wie Leitmotive
auch durch die 12 anderen neuen Lieder dieses Albums ziehen. Ebenso beim
Opener des Albums, ´Alles ok in Guantánamo Bay´.
REINHARD MEY hat noch
nie heikle Themen gescheut. Während sich das Gros deutschsprachiger
Songautoren mit Floskeln und Platitüden begnügt, hat sich der
Berliner Liedermacher präzise Beobachtungsgabe, verbalen Biss und
vor allem Zivilcourage bewahrt - Charakterstärken, mit denen er immer
wieder aufs Neue beeindruckt. Alles o.k. in Guantánamo Bay gehört
gleichwohl zu den schärfsten Songs seines gesamten Schaffens, das
immerhin schon mehr als vier Jahrzehnte umfasst. Unerbittlich geht REINHARD
MEY hier mit der Selbstherrlichkeit der amerikanischen Regierung ins Gericht,
die im kubanischen Guantánamo ein Internierungslager eingerichtet
hat, in dem die dort unter Terrorismusverdacht festgesetzten Menschen jeglicher
Rechte beraubt sind und unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen
gehalten werden. Ein offener Verstoß gegen die Genfer Konvention.
Die Leichtigkeit karibischer Klänge, mit denen Mey dieses Lied untermalt,
nimmt ihm nichts von seiner politischen Brisanz.
-
Amazon
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